Die Drei Vom Dohlengässle
 

 
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Dohlengaessle zu zweit


 

 

 

 

Ade liebes Publikum

Die Drei vom Dohlengässle verabschieden sich jetzt von der Bühne. 

„Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“
Pandemie. Lockdown. Maskenpflicht. Erste Welle. Zweite Welle.

Was „welle“ mir?

Was wollen wir dazu sagen? Erstens ist es unsagbar traurig, was uns Kultur-schaffenden da widerfährt. Zweitens sind wir als „freischaffende KünstlerInnen“ dermaßen ausgebremst worden. Eine „Kommede“ sondersgleichen. Drittens eine Tragödie, mit ohne Licht am Horizont, nimmt kein Ende. Dabei heißt es doch: „Humor ist eine große Kunst, auch wenn alle darüber lachen.“

Seit über 20 Jahren sind wir mit unserem komödiantischen Frauen - Programm
Die Drei vom Dohlengässle unterwegs. Die „Firma“ war unsere Schauspiel- Heimat und unsere finanzielle Grundlage. Mittendrin in der Provinz haben wir uns sichtbar gemacht. Sind wacker durch´s Ländle vagabundiert und haben ein treues Stammpublikum gefunden. Behutsam, keck, witzig und mit Charme haben wir die Schwaben-Seele, den Dialekt und den Schwaben - Kosmos auf die Bühne gebracht. Mit Mutterwitz und Dialekt den Eigen - Sinn und die Eigen - Art unserer Heimat ins Licht gestellt. Und Jetzt? Die gefühlte Wahrheit ist nicht immer unbedingt willkommen. Aber leider muss sich das „Dohlengässle" mitsamt seinen „spielfreudigen Damen“ verabschieden.

 
 

 


Wir Dietlinde Ellsässer, Ida Ott, Gina Maas und aus alter Zeit Isolde Neu, die wir schmerzlich vermissen und die uns jetzt vom Himmel aus zulacht, wollen unter diesen maroden Umständen nicht mehr weitermachen. Selbst wenn es baldigst wieder eine theatralische Betriebsamkeit gäbe, wäre der Aufwand dafür zu groß. Das ewige Verschieben der Termine hat uns mürbe gemacht. Die theatralische Zukunft ist, in dieser „viralen Kugelfuhr“, ein zu unsicheres Feld für kreatives Schaffen.

Um weiterhin begeistert und leidenschaftlich mit dem „Dohlengässle" auf der Bühne zu agieren, fehlt uns die Luft. Das Stück „Glück ist Glücksach“ müsste mit viel Anstrengung, Wiederaufnahme – Probe und finanziellem Aufwand neu eingerichtet werden. Den „Schrecken“ poetisch zu reflektieren und uns Neu zu erfinden, wäre ein zu mühsames Geschäft, das vor halbvollen Zuschauer-Räumen eine „bodenlose“ Zumutung wäre. Von ganzem Herzen danken wir allen ZuschauerInnen, Kulturämtern, Vereinen und Allen, die uns immer mit großer Gastfreundschaft aufgenommen haben.

Jede Einzelne von uns weiß diese Gesten sehr zu schätzen. Es gibt natürlich auch ein schauspielerisches Leben nach dem Dohlengässle. Selbstbestimmt und unabhängig ist nach wie vor unsere Devise. Man wird uns, irgendwie, irgendwo, irgendwann in verschiedenen Solo-Stücken und in anderen Duo´s wiederentdecken. Augen auf wir sind noch da. Halt nur nimmer im „Dohlengässle“.

Auf´s Leba! Eba. Sag I doch! Ade!

 


 
 
 
   
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